Mitarbeitergespräch

Sie haben eine neue Mitarbeiterin eingestellt. Auf der fachlichen Ebene sind Sie sehr zufrieden. Allerdings beobachten Sie, dass die neue Angestellte sehr zurückhaltend, fast scheu ist. Außerdem haben Sie schon verunsicherte Seitenblicke von Kollegen bemerkt. Sie haben sich deshalb entschlossen, mit der Neuen zu reden.

Jetzt ist es zunächst einmal wichtig, das Gespräch gut vorzubereiten. Das fängt mit der Zielformulierung an. Was ist Ihr Ziel bei diesem Gespräch? Was wollen Sie erreichen bzw. erfahren? Stephen R. Cover nennt das: Schon am Anfang das Ende im Sinn haben. Dadurch behalten Sie den roten Faden und können das Gespräch besser steuern.

Es kann nicht darum gehen, die Angestellte aus der Reserve zu locken oder gar an ihrem Verhalten herumzukriteln. Das Verhalten ist solange in Ordnung, solange es keinen Anlass zur Beschwerde bietet, insbesondere nicht geringschätzend oder unfreundlich ist.

Das Ziel des Gesprächs sollte es zum Einen sein, Rückmeldung zur guten Einarbeitung und Fachlichkeit zu geben. Zum Anderen ist es sinnvoll, abzufragen, wie zufrieden die Mitarbeiterin mit ihren Aufgaben und ihrem Umfeld ist. Welche Unterstützung wird unter Umständen gebraucht? Was sind eventuell hilfreiche Möglichkeiten? Welche Angebote können Sie machen? Auf diese Weise erfahren Sie, ob das Verhalten der Mitarbeiterin mit dem Arbeitsumfeld (Aufgabenschwierigkeit oder sozialen Zusammenhängen) zu tun hat.

Die weiteren Schritte hängen von den Antworten der Mitarbeiterin ab. Personalentwicklung, Teamtraining oder auch ein Gespräch mit einem anderen Mitarbeiter sind Optionen. Vielleicht müssen Kollegen auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass persönliche Unterschiede zu respektieren sind und nichts mit sozialer Ablehnung zu tun haben.

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