Systemischer Berater / Systemische Beraterin
Diese Ausbildung ist von der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales in Berlin unter dem Geschäftszeichen II D 13-40424 als Bildungsveranstaltung anerkannt.
Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen werden mit dem Denken in systemischen Zusammenhängen, dem Erkennen von Wechselwirkungen, mit diagnostischen und entwicklungs- fördernden Methoden vertraut gemacht. Sie wenden die nondirektive Gesprächsführung und systemische Fragen souverän an und können die Umsetzung gemeinsam entwickelter Lösungen kompetent begleiten. Sie übernehmen die Verantwortung für den Prozess und überlassen die Verantwortung für die Umsetzung ihren Klienten.
Als Systemischer Berater und Systemische Beraterin arbeiten Sie anhand ausgewählter Methoden mit Familien, Gruppen, Teams und Einzelnen, die therapeutische Begleitung scheuen. Sie bieten niedrigschwellige, wirksame „Hilfe zur Selbsthilfe“ in vielen beratenden Zusammenhängen an.
Modul 1
1. TagDer systemische Ansatz
- Systemisches Denken
- Ganzheitliche Betrachtung
- Beziehungsmuster nach Riemann
- Zusammenhänge erkennen und offen legen
- Ressourcen nutzen
- Erfolge integrieren –„Geschichten erzählen“
2. Tag
Vertrauen aufbauen
- Grundlagen des Lösungsorientierten Ansatzes
- Verschiedene Beratungsanlässe
- Voraussetzungen bei dem Berater und der Beraterin
- R - E - E … die drei Säulen der beratenden Gesprächsführung
- Das Beratungssetting
- Eine positive Atmosphäre schaffen
- Die Rolle des Helfers
Modul 2
3. TagDen Rahmen abstecken
- Regeln für die Zusammenarbeit entwickeln
- Die Führung übernehmen und die Verantwortung überlassen
- Konstruktive Rückmeldungen geben
- Wertschätzender Umgang
- Copingstrategien
- Beschreibendes Lob
- Arbeit an Fortschritten mit Skalierung
4. Tag
Grundlagen der Kommunikation
- Kommunikationsmodelle
- Aspekte der Botschaft
- Kommunikation und Wahrnehmung
- Wahrnehmungstilgung und –verzerrung
- Charakterisierung der Klienten nach Steve de Shazer
- Kooperative Beziehungsgestaltung
Modul 3
5. TagProfessionell Beraten
- Kontaktaufnahme
- Berater- und Gesprächstechniken
- Nichtdirektive Gesprächsführung nach Carl Rogers
- Lösungsorientierte Fragen und Ressourcenaktivierung
- Kompetenzorientierte Prozess- und Hilfeplanung
- Das PELZ-Modell
Anregen und Bewegen
- Zielorientierung als Richtschnur
- Ziele entwickeln und formulieren
- Lösungen erarbeiten
- Einen guten Gesprächsabschluss herbeiführen
- Motivieren und anleiten
- Motivationale Grundlagen beim Klienten
- Arten der Motivation
- Motivationsstrategien
- Erfolge belohnen
- Arbeiten mit der „Time Line“
Modul 4
7. TagDeeskalation und Mediation
- Verhalten in schwierigen Gesprächssituationen
- Strategien zur Wiederherstellung der Kooperation
- Konfliktursachen, -phasen und –lösungen
- Lösungsstrategien
- Repräsentationsmuster bei der Lösungsentwicklung nutzen
- Der Mediationsprozess
- Instrumente der Konfliktbeilegung
Der Verhandlungsprozess als Konfliktlösung
- Argumentieren und verhandeln
- Paradigmen der Verhandlungsparteien
- Erkennen des Verhandlungsgegenstandes
- Entwickeln von alternativen Zielen
- Entscheidungsfindung
Modul 5
9. TagSelbstkompetenz
- Zeit- und Stressmanagement
- Selbst- und Fremdbild
- Entspannungstechniken
- Autogenes Training
- Hypnotische Sprachmuster
Rückfallprophylaxe
- Umgang mit sog. Rückfällen
- Die Beratung beenden
- Die Alignment-Strategie
- Abschied und Ausblick
Modul 6
11. Tag12. Tag
Vertiefung und Wiederholung
- Praxisbeispiele der TeilnehmerInnen
- Anwendungsbeispiele Anwendung erlernter Instrumente
- Übungen
- Rollenspiele
- Entspannungstechniken
- Zeitmanagement
- Selbstmanagement
Methoden:
- Vortrag, Diskussion, Rollenspiel, Gruppen- und Einzelarbeit, Video; bei Bedarf Arbeit an Fällen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen/Supervision
Mindestteilnehmerzahl: 8 – höchste Teilnehmerzahl: 18
