Systemisches Coaching richtet den Blick auf Zusammenhänge, Beziehungen und vorhandene Ressourcen. Die sechs Module vermitteln eine fundierte systemische Haltung, lösungsorientierte Gesprächsführung und vielseitige Methoden für professionelle Coaching- und Beratungsprozesse.
Die Ausbildung verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Übungen, Fallarbeit und der Reflexion der eigenen Rolle. Die Teilnehmenden lernen, Beratungsprozesse sorgfältig zu planen, sicher durchzuführen und Menschen bei der Entwicklung eigenverantwortlicher Lösungen zu begleiten.
1. Systemisches Denken und Diagnostik
Das erste Modul vermittelt die Grundlagen des systemischen Ansatzes. Im Mittelpunkt stehen Zusammenhänge, Wechselwirkungen und wiederkehrende Muster in Familien, Teams und Organisationen. Die Teilnehmenden lernen unter anderem Genogramme, Soziogramme und Systemdarstellungen kennen und entwickeln erste systemische Hypothesen.
2. Die Beraterpersönlichkeit
Professionelle Beratung erfordert neben fachlichen Methoden auch eine klare Haltung und ein Bewusstsein für die eigene Wirkung. Dieses Modul beschäftigt sich mit Rollen, Werten, Verantwortung und persönlichen Grenzen. Die Teilnehmenden reflektieren eigene Denk- und Verhaltensmuster und lernen, Vertrauen aufzubauen, ohne die Verantwortung für Entscheidungen zu übernehmen.
3. Gesprächsführung und Beratung
Dieses Modul behandelt den Aufbau und die Struktur professioneller Coaching- und Beratungsgespräche. Dazu gehören Kontaktgestaltung, Anliegen- und Auftragsklärung, Zielvereinbarung sowie ein verbindlicher Gesprächsabschluss. Systemische, zirkuläre und lösungsorientierte Fragen, aktives Zuhören, Zusammenfassen und konstruktives Feedback werden praktisch erprobt.
4. Methoden, Ziele und Veränderung
Die Teilnehmenden lernen unterschiedliche systemische Methoden zur Ressourcenaktivierung und Prozessgestaltung kennen. Dazu gehören Perspektivwechsel, Skalierungs- und Ausnahmefragen, Reframing, Timeline-Arbeit, Visualisierungen und die Arbeit mit inneren Ressourcen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung erreichbarer Ziele und konkreter Handlungsschritte.
5. Prozessgestaltung und herausfordernde Situationen
Veränderungsprozesse verlaufen nicht immer geradlinig. Dieses Modul beschäftigt sich mit Ambivalenzen, Widerständen, Rückschlägen und festgefahrenen Situationen. Die Teilnehmenden lernen, auch bei starken Emotionen oder unterschiedlichen Erwartungen handlungsfähig zu bleiben und den Beratungsprozess an die jeweilige Situation anzupassen.
5. Praxis, Supervision und Transfer
Im abschließenden Modul werden die erlernten Inhalte miteinander verbunden und anhand eigener Fälle praktisch angewendet. Rollenspiele, Fallarbeit, kollegiales Feedback und Supervision unterstützen die Entwicklung eines persönlichen Beratungsstils. Außerdem werden Selbstmanagement, professionelle Abgrenzung und der nachhaltige Transfer in die eigene Coaching- oder Beratungspraxis behandelt.
Die Ausbildung verbindet fachliche Inputs mit praktischer Anwendung und persönlicher Reflexion. Zum Einsatz kommen Diskussionen, Demonstrationen, Rollenspiele, Einzel- und Gruppenübungen, Visualisierungen, Videoimpulse, Fallarbeit und kollegiales Feedback. Eigene Praxisfälle der Teilnehmenden können einbezogen und bei Bedarf im Rahmen einer Supervision bearbeitet werden.